Tiere und ihre Wirkung auf Menschen
Tiere haben eine positive Wirkung auf uns und unser Wohlbefinden. Wer von euch ein eigenes Tier hat oder oft mit Tieren zu tun hat, weiß, wie sehr ein Tier uns ans Herz wachsen kann. Sie können unsere besten Freunde werden.
Sie zählen oft auch als vollwertige Familienmitglieder und sind für uns etwas ganz Besonderes. Wir kümmern uns mit viel Liebe um sie.
Welchen Einfluss Tiere auf unser Wohlbefinden haben können, wodurch dieser zustande kommt und wie sie uns unterstützen können, erfährst du in diesem Blogartikel.
Inhaltsangabe:
1. Wie wirken Tiere auf uns?
2. Wieso wirken Tiere so positiv auf uns?
3. Unterschiedliche Tierarten
4. Tiere können uns helfen
Wie wirken Tiere auf uns?
Tiere können auf unterschiedliche Art und Weise auf uns und unser Wohlbefinden Einfluss haben. Auch wissenschaftliche Studien bezeugen, dass Tiere nicht nur unsere besten Freunde sein können, sondern auch ganz besondere Helfer.
Dass Tiere eine beruhigende Wirkung auf Menschen haben, ist zum Beispiel bereits in vielen Studien belegt worden.
Die Anwesenheit eines Tieres wirkt sich stressreduzierend auf das Herzkreislaufsystem sowie unser hormonelles System aus.
Wenn wir unter Stress stehen oder uns ängstlich fühlen, können diese Empfindungen durch ein Tier vermindert werden.
Menschen mit Haustieren zeigen daher eine geringere Grundanspannung und tendieren dadurch wohl auch weniger dazu, psychische Erkrankungen zu entwickeln.
Doch warum ist das so?
Wer für ein Tier zuständig ist, trägt Verantwortung.
Du bist verantwortlich für dieses Lebewesen und musst dich um es kümmern.
Das reicht vom Füttern über Pflegen bis hin zur Erziehung.
Wir tragen dadurch viel Verantwortung und somit wird unser Verantwortungsbewusstsein verstärkt.
Wer seinem Tier, nehmen wir mal Hunde als Beispiel, Tricks oder Befehle beibringt, fühlt sich stolz, wenn diese gelingen. Somit werden auch unser Selbstwertgefühl und unser Selbstbewusstsein gefördert.
Tiere fördern aber auch unser Sozialverhalten.
Wer ein Tier bei sich hat, ist oft freundlicher und kommunikativer. Auch wirken Menschen, die zum Beispiel mit ihrem Hund Gassi gehen auf ihre Mitmenschen positiver und offener als Menschen ohne Tier.
Ein weiterer positiver Faktor ist, dass Tiere dazu beitragen können, depressive Verstimmungen oder Einsamkeitsgefühle zu reduzieren. Ihre Anwesenheit steigert unsere Motivation und kann sogar Aggressivität lindern.
Wenn wir all diese Faktoren zusammennehmen, sind Tiere wahre Stimmungsaufheller.
Ein besonders wichtiger Punkt ist, dass Tiere uns Menschen so annehmen, wie wir sind.
Tiere haben keine Vorurteile, beurteilen nicht unser Aussehen oder unsere Leistungen, wie wir es von der Gesellschaft leider gewohnt sind.
Wir können bei Tieren wirklich wir selbst sein.
Ein weiterer Vorteil geht mit unserem Bindungsverhalten einher.
Etwa die Hälfte aller Menschen ist sicher gebunden. Diesen Menschen fällt es nicht schwer, neue Bindungen einzugehen und sie können diese vertrauensvoll und neugierig gestalten. Ursache dafür ist die Zuwendung, die diese Menschen in ihrer Kindheit durch ihre Eltern oder andere Bezugspersonen erfahren haben.
Jedoch hat etwa die andere Hälfte der Erwachsenen einen unsicheren Bindungsstil.
Sie haben größere Probleme damit, sich auf neue Beziehungen einzulassen, sind tendenziell misstrauischer oder ängstlicher und psychisch labiler.
Unser Bindungsverhalten überträgt sich aber nicht auf Tiere!
Menschen mit Bindungsschwierigkeiten sollten demnach keine Probleme haben, Bindungen zu Tieren aufzubauen. Somit kann von der Bindung zum Tier gelernt werden, die Beziehungsfähigkeit gesteigert und schließlich auf Menschen übertragen werden.
Wieso wirken Tiere so positiv auf uns?
Es gibt einige Versuche, den Grund für die positive Wirkung von Tieren auf uns Menschen zu erklären. Der letztgenannte Punkt mit den Bindungen spielt hier eine große Rolle.
Die Ausschüttung von Oxytocin, dem „Bindungshormon“ wird durch Kontakt zu Tieren vermehrt. Oxytocin erhöht soziale Interaktionen, wirkt stress- und angstlindernd, vertrauensfördernd, schmerzlindernd und steigert die Stimmung.
Jedoch zeigt sich die positive Wirkung auch bei Tieren, die man nicht direkt streicheln oder anfassen kann und die man nur beobachtet.
Eine andere Idee ist die Biophilie Hypothese.
Diese Hypothese beschreibt einen biologischen Prozess von uns Menschen, nach dem wir eine natürliche Anziehungskraft zu anderen Lebewesen und eine emotionale Verbindung zur Natur haben sollen und wollen.
Nach der Hypothese halten wir also Haustiere, weil wir von Geburt an emotional naturverbunden sind. Wir holen uns damit etwas, was wir zum Beispiel in Großstädten oft vermissen, nach Hause.
Beide Erklärungen sind noch nicht vollständig wissenschaftlich bestätigt.
Aber spielt das „Wieso“ noch eine so große Rolle, wenn bewiesen ist, dass Tiere uns so großartig unterstützen können?
Unterschiedliche Tierarten
Kommt es bei all diesen Faktoren auf die Tierart an, fragt ihr euch?
Natürlich bringen unterschiedliche Tierarten auch unterschiedliche Ansprüche und Fähigkeiten mit sich. Und somit auch unterschiedliche Vor- und Nachteile.
Sich für ein Haustier zu entscheiden, sollte eine gründlich überlegte Entscheidung sein. Davon abgesehen, ist es immer eine individuelle Entscheidung. Wer panische Angst vor Hunden hat, wird sich keinen Hund zulegen. Es werden die persönlichen Vorlieben berücksichtigt. Somit kann man ganz eindeutig sagen, dass jedes Tier eine positive Wirkung auf unsere Psyche hat.
Allerdings ist das Tier, welches die engste Bindung zu uns Menschen aufbauen kann, der Hund. Hunde sind besonders lernfähig und können menschliche Gefühle am besten nachvollziehen.
Trotzdem sollte auch die Wirkung von Katzen, Kleintieren, exotischen Tieren oder Aquarien nicht unterschätzt werden. Auch ein Tier, das weniger gerne kuschelt oder nur zum Ansehen geeignet ist, kann sehr viel Freude bringen und sich positiv auf unsere Psyche auswirken.
Tiere können uns helfen
Es gibt verschiedene Formen von tiergestützter Hilfe.
Man unterscheidet zwischen tiergestützter Therapie, tiergestützten Aktivitäten und Begleithunden.
Die tiergestützte Therapie findet beispielsweise in Form von Psychotherapie mit einem Therapiehund statt. Tiergestützte Aktivitäten beschreiben zum Beispiel Besuche von Hunden oder anderen Tieren im Altersheim oder in Kitas.
Begleithunde gibt es für verschiedene Erkrankungen, etwa Blindenhunde oder Autismus Begleithunde. Weniger bekannt sind tiergestütztes Coaching oder tiergestützte Förderung.
Bei all diesen Formen sollte jedoch immer die oberste Priorität beim Tierwohl liegen sowie bei einer artgerechten Haltung. Es sollten sowohl das Tier als auch der Mensch von dem tiergestützten Angebot profitieren und Freiwilligkeit auf beiden Seiten gegeben sein.
Die Forschungslage zu tiergestützten Angeboten ist noch relativ dünn.
Daher gibt es kaum genaue Anweisungen, welches Angebot bei welcher Störung oder Problem Wirkung zeigt. Es gibt jedoch einige Studien, die die positive Wirkung von Tieren in der Psychotherapie belegen, meistens mit Pferden oder Hunden. Es gibt dort mehrere Möglichkeiten, Tiere einzusetzen.
Zu Beginn der Therapie können Tiere im diagnostischen Prozess eingesetzt werden. Ein Psychotherapeut kann am Umgang von einem Patienten mit seinem Therapiehund zum Beispiel sehen, wie durchsetzungsfähig dieser ist. Er kann auch sehen, wie selbstbewusst oder kompetent er auftritt, wenn er dem Hund einen Befehl erteilt. Dieses Auftreten und die damit verbundene Selbstwirksamkeit können im weiteren Verlauf der Therapie auch gezielt mit dem Hund geübt werden.
Egal bei welchem Angebot, der Hund oder das Tier fungieren als Eisbrecher.
Es gibt direkt ein Gesprächsthema. Patienten, die Probleme haben, sich zu öffnen, können durch die Anwesenheit des Hundes gesprächiger werden. Die therapeutische Beziehung kann schneller aufgebaut werden.
Zu guter Letzt sollte natürlich nicht unerwähnt bleiben, dass die alleinige Anwesenheit eines Tieres beruhigend, stress- und angstlindernd wirkt.
Der stimmungsaufhellende Effekt des Tieres kann selbstverständlich auch in der Therapie genutzt werden. Während einer Entspannungsübung kann das Streicheln eines Hundes beispielsweise den Effekt der Übung verstärken.
Ich biete mit meinem Begleithund Mika und mit meinem therapeutischen Reiten verschiedene Angebote an, um mit Tieren zu unterstützen.
Für weitere Informationen könnt ihr euch gerne auf meiner Webseite umsehen oder einen Termin vereinbaren, um eure Fragen zu klären.
Tiere sind für mich wie Seelenverwandte und sie fungieren oft als Spiegel des Menschen.
Ihre ehrliche unbeeinflusste Art ist für mich und meine Arbeit eine große Bereicherung.
Seelenpfad Goldt
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