Achtsamkeit und Zeit in der Natur: Warum Kinder besonders davon profitieren
Achtsamkeit begleitet schon immer unseren Alltag. Es bedeutet, dass wir aufmerksam sind im Hier und Jetzt.
Wenn wir achtsam sind, nehmen wir bewusst wahr, was um uns herum und mit uns selbst geschieht. Wer achtsam ist, lässt sich weniger von Gedanken treiben und lebt stressfreier.
Doch gerade in unserer schnelllebigen Zeit ist es immer schwieriger geworden achtsam zu sein. Alles Mögliche lenkt uns ab, wie zum Beispiel soziale Medien, und wir haben gefühlt immer Zeitdruck.
Auch unsere Kinder leiden immer mehr unter dieser schnelllebigen Zeit.
Im folgenden Blogbeitrag erkläre ich, wieso Achtsamkeit so wichtig ist, wie Zeit in der Natur dabei hilft und warum Kinder ganz besonders davon profitieren Achtsamkeit zu lernen.
Inhaltsangabe:
1. Wieso Achtsamkeit so wichtig ist
2. Ablenkung und die Gefahr von Zeitdruck
3. Zeit in der Natur fördert unser Wohlbefinden
4. Routinen finden
5. Wie lernt man Achtsamkeit?
6. Mein Angebot für Kinder
Wieso Achtsamkeit so wichtig ist
Auch wenn es uns oft so vorkommt, ist Achtsamkeit kein Luxus, sondern ein gelebter Alltag. Ein Alltag der zu einem gesunden Lebensstil führt.
Denn wenn wir achtsam sind, kommen wir mehr zur Ruhe und können uns besser mit uns selbst verbinden. Und im Einklang mit sich selbst zu sein ist für unser gesamtes Leben sehr positiv.
Wer achtsam lebt, reduziert automatisch sein Stresslevel. Wir reagieren nicht mehr reflexartig, was oftmals Stresshormone auslöst. Vielmehr halten wir inne und beobachten unsere Gefühle und Gedanken, unsere Umgebung und unsere Reaktionen auf bestimmte Situationen. Wir entscheiden nicht mehr impulsiv aus der Situation heraus, sondern können bewusster und gezielt entscheiden.
Auch die Konzentration von achtsamen Menschen ist höher. Ein klarer Kopf, klare Gedanken und mentale Ruhe sind also weitere Vorteile eines achtsamen Lebens.
Achtsamkeit stärkt unser inneres Gleichgewicht und die Fähigkeit, bewusster für uns selbst zu entscheiden.
Durch Achtsamkeit erlangen wir oftmals mehr Lebensfreude und Gelassenheit.
Ablenkung und die Gefahr von Zeitdruck
In unserem Alltag müssen wir vieles schnell erledigen. Wir hantieren zwischen Arbeit, Terminen, Hobbys, Freunden und Familie. Wir versuchen möglichst viel auf einmal zu schaffen und gönnen uns oft zu wenig Ruhe.
Wenn wir uns dann doch mal auf der Couch, im Garten oder irgendwo etwas Ruhe im Alltag gönnen, haben wir oft ganz schnell das Handy in der Hand. Oder scrollen durch Netflix und Co., weil wir müde sind und abschalten wollen.
Verständlich, denn unser schnelllebiger Alltag raubt uns oft Energie.
Für unser Nervensystem sind Medien allerdings auf die Dauer Gift.
Und Handy und Co. halten uns leider ganz gewaltig von Achtsamkeit ab.
Uns entgehen dabei enorm viele Dinge. Nicht nur in unserer Umgebung, sondern auch bei uns selbst.
Wir bemerken Warnzeichen unseres Körpers nicht. Wir ignorieren unsere Müdigkeit.
Wir bekommen nicht mit, wie großartig der Lego Turm der Kinder ist und wie schön der Vogel im Garten zirpt. Wir nehmen unsere Umgebung kaum wahr.
Entweder, weil wir durchgehend das Gefühl von Zeitdruck haben oder weil wir abgelenkt sind von all den Reizen um uns herum (Handys, Nachrichten, Werbung …).
Auch geraten wir dadurch schnell in eine Spirale aus Stress und Überforderung.
Aber wie können wir diesem Kreislauf entgehen?
Zeit in der Natur fördert unser Wohlbefinden
Um achtsamer zu werden, hilft uns vor allem die Natur. Klar, frische Luft und Bewegung fördern unsere Gesundheit. Das wissen wir von klein auf.
Aber wie positiv die Natur sich auch auf unsere Psyche auswirkt, ist vielen vielleicht gar nicht so bewusst.
Bereits 20 Minuten in der Natur reichen schon aus für eine messbare Stressreduktion. Um einen langfristigen Vorteil zu erzielen, reichen 2 Stunden in der Woche aus. Das ist gar nicht so viel. Wenn wir es also schaffen jeden Tag eine kurze Zeit in der Natur zu verbringen, sei es ein kurzer Spaziergang oder in Ruhe im Garten sitzen, tun wir schon sehr viel für unser Wohlbefinden.
Doch warum fördert die Natur unser Wohlbefinden?
Es kann doch nicht nur an der frischen Luft liegen? Je nachdem wo wir wohnen, ist die Luftqualität auch gar nicht immer so gut.
Nein, es liegt nicht nur an der Luft. Es gibt viele verschiedene Gründe, warum uns die Natur so gut helfen kann:
· Naturgeräusche senken Stresshormone und fördern Entspannung
· Tageslicht versorgt uns mit Vitamin D und führt zu besserer Laune
· Die Natur bietet ruhige Reize und reduziert so Ablenkung, was wiederum Aufmerksamkeit und Konzentration fördert
· Bewegung an der frischen Luft fördert Fitness, Kreislauf und unsere Schlafqualität
· Aufenthalte im Freien stärken das Immunsystem
Das sind doch reichlich Gründe, um Zeit in der Natur in unseren Alltag fest einzuplanen.
Schauen wir uns nun die Auswirkungen von Naturzeit auf Kinder an.
Natürlich gelten die gleichen Gründe wie oben aufgezählt auch für Kinder. Nur das sie eine viel größere Bedeutung haben, denn Kinder befinden sich noch im Wachstum und auch das Gehirn entwickelt sich bei Kindern um einiges schneller als bei uns Erwachsenen.
Kinder profitieren also noch viel mehr davon, Zeit draußen zu verbringen. Sie bewegen sich draußen viel mehr und viel intensiver, was die Muskeln stärkt und die Atmung fördert.
Die natürlichen Reize fördern nicht nur die Aufmerksamkeit, sondern wecken auch Neugierde und Kreativität. In der Natur sind die Kinder keiner Reizüberflutung ausgesetzt und sie können sich daher viel besser entfalten.
Das Tageslicht regt bei Kindern den zirkadianen Rhythmus (Schlaf/Wachzeiten) an und hilft beim Einschlafen. Auch die Sinnesentwicklung kann in der Natur viel besser gefördert werden. Durch unterschiedliche Geräusche, Gerüche und Texturen wird die sensorische Integration gefördert. Und als ganz großer Pluspunkt kommen noch die sozialen Kompetenzen dazu. Gemeinsames Spielen in der Natur stärkt die Konfliktlösung untereinander und die Kinder lernen Empathie und Vertrauen viel besser als drinnen.
Durch die Verbindung zur Natur entwickeln Kinder ein positives Verantwortungsbewusstsein und lernen die Natur und Umwelt wertzuschätzen.
All diese positiven Faktoren spielen eine wichtige Rolle in der Entwicklung unserer Kinder.
Doch wie gelingt es uns nun, Zeit in der Natur regelmäßig in unseren Alltag einzubauen?
Routinen finden
Leichter gesagt als getan. Aber um es Kindern leichter zu machen, sich an neue Dinge zu gewöhnen sind Routinen das A und O.
Zeit in der Natur sollte auf keinen Fall auf Zwang und mit Druck durchgesetzt werden. Kinder sollten gerne draußen sein und mit der richtigen Herangehensweise gelingt uns das ganz leicht.
Überlegt als Familie zusammen, wann ihr Naturzeiten fest in euren Alltag integrieren könnt und wie realistisch eure Ziele sind. Plant lieber zuerst kleine Ziele, die ohne Hektik und Stress erreicht werden können.
Vielleicht eine Runde spazieren gehen vorm Schlafengehen?
Oder nach dem Kindergarten oder der Schule eine viertel Stunde draußen verbringen?
Plant regelmäßige Outdooraktivitäten, auf die sich die Kinder freuen können. So verbindet ihr direkt wertvolle Zeit in der Natur mit Familienzeit.
Überlegt, wann ihr das Auto stehen lassen könnt und welche Wege ihr auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen könnt.
Tragt eure Naturzeiten wie einen Termin im Kalender ein, so ist die Zeit geblockt und ihr könnt euch gegenseitig daran erinnern.
Sorgt für eine passende Ausstattung für die jeweiligen Jahreszeiten. Ein norddeutsches Sprichwort sagt: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte (unpassende) Kleidung“.
Und es stimmt, mit einer verlässlichen Regenjacke ist es im Regen ja wirklich gar nicht mehr so schlimm.
Nun habt ihr also einen Plan für eure Zeit in der Natur. Doch was ist jetzt mit der Achtsamkeit? Kommt diese von allein oder müssen wir dafür selbst etwas tun?
Wie lernt man Achtsamkeit?
Die gute Nachricht zuerst. Wer viel Zeit in der Natur verbringt, ist automatisch achtsamer. Wie oben schon geschrieben, fördert die Natur unsere Konzentration, Aufmerksamkeit und Achtsamkeit. Wenn wir es schaffen regelmäßige Zeiten draußen einzuplanen und unsere Zeit in der Natur am besten ohne Ablenkung verbringen, werden wir von allein etwas achtsamer.
Doch damit ist es nicht ganz getan. Um bewusst unsere Achtsamkeit zu steigern, können wir einiges dafür tun.
Meist reichen schon kleine Achtsamkeitsübungen, die man in seinen Alltag einbaut. Auch hier hilft es Rituale und Routinen zu schaffen.
Die bekannteste Grundübung für Achtsamkeit: wir setzen uns mit geschlossenen Augen entspannt hin und richten dabei unsere volle Aufmerksamkeit auf unsere Atmung.
Nicht jedem gelingt es sich auf seine Atmung zu konzentrieren.
Aber es gibt natürlich noch viel mehr Übungen.
Im Alltag bewusst auf die aktuelle Tätigkeit achten, hilft auch enorm. Sei es beim Zähneputzen oder Hände waschen, wenn wir dieser Tätigkeit unsere volle Aufmerksamkeit schenken, trainieren wir gleichzeitig unsere Achtsamkeit.
Uns in der Natur eine Zeit lang vollkommen auf unsere Umgebungsgeräusche zu konzentrieren und dabei bewusst zu atmen, ist auch eine großartige Übung, die wir ohne Umstände in unseren Alltag einbauen können. 5-10 Minuten Achtsamkeitsübungen pro Tag reichen vollkommen aus um sich mit den Übungen vertraut zu machen.
Wichtig hierbei ist, Geduld mit sich selbst zu haben. Sich nicht ablenken lassen ist absolut nicht einfach und vor allem Kinder sind schnell abgelenkt von ihrem Tun.
Mein Angebot für Kinder
Um Kindern die Natur und ein gesundes Achtsamkeitsgefühl näherzubringen, biete ich regelmäßige Veranstaltungen an. An diesen Natur- und Achtsamkeitsvormittagen warten auf die Kinder verschiedene Programmpunkte, die ihnen nicht nur Achtsamkeit und ein angemessenes Verhalten in der Natur näherbringen, sondern auch ihr Selbstbewusstsein stärken können.
Wir verbringen Zeit mit den Ponys und bauen durch Streicheln, Füttern und Pflegen einen liebevollen Kontakt zu den Tieren auf. Wer mag darf dann auch eine kleine Reiteinheit genießen.
Außerdem erleben wir mit den Kindern eine Duftreise mit ätherischen Ölen in einer wohltuenden Mini-Meditation. Hier kommen also Sinnesübungen und Achtsamkeitsübungen zusammen.
Um die Kinder dabei zu unterstützen ihr Selbstbewusstsein zu entfalten, arbeiten wir auch mit Kartenimpulsen. Auf den Karten befinden sich spielerische Botschaften und kleine Geschichten, die die Kinder individuell inspirieren könne.
Die Kraft der Natur bringen wir den Kindern nicht nur mit ätherischen Ölen, sondern auch mit Kraftsteinen näher. Jedes Kind kann seinen persönlichen Begleiterstein finden, der die Kinder stärkt und unterstützt.
Wir verbinden bei unserem Treffen Achtsamkeit in der Natur, kommen zur Ruhe und können dadurch Kraft tanken. Es kann außerdem eine tiefe Verbundenheit zur Natur entstehen.
So können die Kinder kindgerechte Achtsamkeitsübungen mit anderen Kindern spielerisch erlernen.
Die Termine für unsere Natur- und Achtsamkeitsvormittage werden immer auf der Homepage der Webseite bekannt gegeben.
Seelenpfad Goldt
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