Die Kraft der Natur für dein Pferd


Ätherische Öle bei Pferden

 
Pferde sind nicht nur majestätische und kraftvolle Tiere, sondern auch sehr treue Begleiter. Sie verdienen, wie jedes Lebewesen, viel Liebe und Fürsorge.
In den letzten Jahren haben sich ätherische Öle als natürliche Unterstützung für das Wohlbefinden unserer Pferde immer mehr etabliert.
Doch wie genau können diese ätherischen Öle überhaupt eingesetzt werden, um die Gesundheit, das Verhalten und die Stimmung unserer Pferde zu fördern und zu unterstützen?
In diesem Artikel möchte ich dir spannende Einblicke in die Welt der ätherischen Öle für Pferde geben.
Lass uns gemeinsam entdecken, wie die Kraft der Natur das Leben unserer Pferde bereichern kann!
 
Inhaltsangabe
 
1.1   Was sind ätherische Öle?
1.2   Ursprung der ätherischen Öle
1.3   Ätherische Öle und Einsatzgebiete bei Pferden
1.4   Wie verabreicht man Pferden die Öle?
1.5   Fazit
 

Was sind ätherische Öle?

Gehört haben wir alle schon von ätherischen Ölen.
Aber was genau ist das denn nun eigentlich?
Ätherische Öle sind natürliche, hoch konzentrierte Substanzen. Sie werden aus verschiedenen Pflanzenteilen wie Blättern, Blüten, Wurzeln, Rinden oder Früchten gewonnen. 
Ätherische Öle werden hauptsächlich durch zwei Verfahren gewonnen: Destillation und Kaltpressung. Bei der Destillation, die am häufigsten verwendet wird, werden die Pflanzenteile mit Wasserdampf behandelt. Der Dampf trägt die flüchtigen Öle aus den Pflanzen. Wenn der Dampf kondensiert, trennen sich die ätherischen Öle vom Wasser. Das Ergebnis ist das reine Öl, das anschließend gefiltert und abgefüllt wird. 
Bei der Kaltpressung, die vor allem bei Zitrusfrüchten angewendet wird, werden die Schalen mechanisch gepresst, um die ätherischen Öle zu extrahieren. 
Beide Verfahren sorgen dafür, dass die natürlichen Duftstoffe und Wirkstoffe der Pflanzen erhalten bleiben. 
Die Öle können bei den unterschiedlichsten Beschwerden eingesetzt werden. Auch in der Haut- und Haarpflege und als natürliche Putzmittel können die ätherischen Öle wahre Wunder bewirken. 
Doch seit wann werden ätherische Öle auch für Pferde eingesetzt? 
 

Ursprung der ätherischen Öle

 
Wann ätherische Öle in ihrer heutigen Form bei Tieren das erste Mal verwendet wurden, ist nicht eindeutig dokumentiert. 
Wir wissen aber sehr gut, dass die Menschen ab der Antike die Kraft der Kräuter und Pflanzen erforschten. So lässt sich sagen, dass die Verwendung von natürlichen Heilmitteln und Duftstoffen bereits in alten Kulturen, wie in Ägypten, Griechenland und Rom sehr bekannt war. 
Kräuter und pflanzliche Essenzen wurden zur Behandlung bei Menschen und Tieren, aber auch für religiöse Zeremonien und Kosmetik eingesetzt. 
 
Die gezielte Anwendung ätherischer Öle in ihrer heutigen Form bei Pferden oder anderen Tieren, ist eine Entwicklung, die sich im Laufe der Jahrhunderte mit dem Fortschritt in der Tierheilkunde und Aromatherapie herausgebildet hat. 
Besonders im 20. und 21. Jahrhundert, mit wieder wachsendem Interesse an natürlichen und alternativen Heilmethoden, wurde die Verwendung ätherischer Öle bei Tieren systematischer erforscht und praktiziert. 
 

Ätherische Öle und ihre Einsatzgebiete bei Pferden

 
Pferde sind sehr komplexe Wesen. Sie sind sehr feinfühlig und haben ihren ganz eigenen Charakter. 
Ätherische Öle können eingesetzt werden, um den Charakter des Pferdes zu stärken und zu festigen. Durch die Öle Lavendel und Kamille kann zum Beispiel Angst oder auch Stress, der durch ungewohnte Situationen entsteht, gelindert oder minimiert werden. 
Es gibt zum Beispiel von Young Living extra für Pferde zusammengestellte Mischungen.
Eine Mischung aus Weihrauch, Lavendel und Mandarine entspannt die Tiere.
Mischungen wie das „Inner Balance“ Öl, was aus Pfefferminze, Ingwer und Anis besteht, beeinflussen die Stimmung der Pferde positiv. 
Basilikum und Majoran beruhigen und fördern mentale Klarheit. 
 
Aber nicht nur psychisch können ätherische Öle unsere Pferde unterstützen.
Durchs Reiten und besonders bei Turnierpferden sind die Muskeln der Tiere besonders belastet und unter Spannung. Ätherische Öle, wie Rosmarin, Lavendel, Pfefferminze und Basilikum können hier helfen und die beanspruchten Muskeln durch passende Massagen entlasten und entspannen. 
Leidet ein Pferd unter Koliken oder Blähungen, können Öle wie Ingwer oder Fenchel unterstützend wirken. 
Wie jedes andere Lebewesen auch haben Pferde ein unterschiedlich starkes Immunsystem. Pferden mit schwachem Immunsystem und mit zum Beispiel häufigen Erkältungen oder Atemwegserkrankungen können durch Öle wie Teebaum, Thymian oder Eukalyptus geholfen werden. 
Teebaumöl hilft durch seine antiseptische Wirkung auch bei kleinen Wunden. 
Pfefferminze hilft bei Entzündungen und Verstauchungen, aber auch bei Muskelschmerzen. Auch fördert es die Verdauung und regt den Kreislauf an. 
Hat dein Pferd Würmer, kann Thymianöl helfen. 
 
Ätherische Öle eignen sich auch hervorragend für die Haut- und Fellpflege. Teebaumöl, Lavendel, Myrrhe, Weihrauch und Kamille sind hilfreich bei Hautirritationen, Insektenstichen oder kleinen Wunden. Sie wirken antiseptisch und fördern die Heilung. 
Auch die Hufe können mit Ölen wie Teebaum oder Orange gepflegt werden.
Ihr seht, es gibt für viele Beschwerden und Leiden ein passendes Öl. 
Du kannst dein Pferd mit ätherischen Ölen unterstützen, fördern und pflegen. 
Ätherische Öle sind ein wahres Wundermittel der Natur. 
 
Wie genau die Öle bei Pferden angewendet werden können, erfahrt ihr im nächsten Absatz.
 

Wie verabreichen wir die Öle bei Pferden?

Genau wie beim Menschen sollte die Anwendung der Öle immer mit Bedacht erfolgen. 
Nicht jedes Pferd mag jedes Öl und jede Anwendungsmöglichkeit. 
Hier ist Feingefühl und Geduld erforderlich.
Um bestmöglich zu unterstützen, gibt es verschiedene Anwendungsmöglichkeiten. 
 
· Direktauftrag: Hier wird das Öl mit einem Trägeröl verdünnt und auf die betroffene Stelle   aufgetragen. Diese Anwendung eignet sich besonders bei Hautproblemen und Muskelverspannungen. 
· Inhalation: Ein Diffusor im Stall hilft, das Öl in der Luft zu verteilen. Diese Methode ist besonders bei Atemwegsproblemen und zur Beruhigung oder Stressminderung effektiv.
· Massage: Eine Massage mit verdünnten ätherischen Ölen kann entspannend wirken, die Psyche beruhigen und die Durchblutung fördern.
· Nahrungsergänzung: Manche Öle können verdünnt zum Futter gegeben werden.
 
 
Um die Verträglichkeit zu testen, beginnen wir immer mit einer geringen Menge. 
Nicht jedes Pferd verträgt jedes Öl gleich gut. Wir müssen genau beobachten, wie unser Pferd auf das jeweilige Öl reagiert. 
Pferde wissen intuitiv, was sie brauchen.
Daher können wir den Pferden auch eine Auswahl an Ölen anbieten. 
Ist das Pferd interessiert, möchte an dem Öl riechen oder es sogar abschlecken, wird das Öl deinem Pferd guttun. 
Dreht es seinen Kopf weg oder ist desinteressiert, ist das Öl in diesem Moment nicht die richtige Wahl. Natürlich kann man es zu einem anderen Zeitpunkt oder zu einer anderen Situation erneut anbieten. 
Hat dein Pferd ein richtiges Lieblingsöl, kannst du das Öl selber als Parfüm tragen, um deinem Pferd eine Freude zu bereiten und eure Beziehung zu festigen. 
 

Fazit 

Jedes Pferd ist individuell und reagiert unterschiedlich auf ätherische Öle. 
Die meisten Pferde freuen sich aber nach anfänglicher Skepsis auf ihre Öle. Natürlich sind die Pferde anfangs neugierig und auch mal irritiert. Aber sie merken schnell, dass wir ihnen mit den Ölen nur Gutes tun wollen. 
 
Daher arbeite ich sehr gerne bei meinen therapeutischen Einheiten am Pferd mit ätherischen Ölen. Manche Pferde sind dabei komplett entspannt und genießen die Einheit sogar im Liegen. 
Ätherische Öle sind eine großartige alternative Heilmethode für unsere vierbeinigen Freunde. Wir können unsere naturverbundenen Tiere so mit der Kraft der Natur unterstützen und begleiten. 
Und ist es nicht wirklich faszinierend, wie alt die Kraft von Kräutern und Pflanzen bereits ist? 
Ihre Wirkung und Bedeutung reichen viele Jahrhunderte zurück und scheinen eine zeitlose Verbindung zur Natur zu haben. Es ist fast so, als ob eine gewisse Magie in ihnen steckt, die seit Generationen weitergegeben wird und uns immer wieder aufs Neue beeindruckt. 
 
 
 



Seelenpfad Goldt

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